Bundesjugendwerk der AWO

Kartenspiel

Salvador Guillermo Allende Gossens (*26. Juni 1908 in Valparaíso; † 11. September 1973 in Santiago de Chile) war von 1970 bis 1973 Präsident Chiles. Er war davon überzeugt, der Sozialismus müsse auf demokratischen Wegen und nicht durch eine Revolution eingeführt werden. Er starb 1973 bei einem durch die USA unterstützten Militärputsch.

Alexandra Michailowna Kollontia (* 31. März in Sankt Petersburg 1872; † 9. März 1952 in Moskau) war eine Feministin und Sozialistin, die davon überzeugt war, dass sich die Gleichberechtigung von Mann und Frau und der Sozialismus gegenseitig bedingen. Für ihre frauen- und sexualpolitischen Überzeugungen stieß sie immer wieder auf Kritik.

Nelson Rolihlahla Mandela (* 18. Juli in Mvezo, Transkei 1918; † 5. Dezember 2013 in Johannesburg) wurde durch seinen Widerstand gegen die Apartheid weltberühmt. Auch heute noch gilt der Friedensnobelpreisträger als Vorbild im Kampf für soziale Gerechtigkeit und Freiheit.

Willy Brandt (* 18. Dezember 1993 in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm; † 8. Oktober 1992 in Unkel) war von 1964 bis 1987 SPD Vorsitzender und von 1976 bis 1992 Präsident der Sozialistischen Internationale. Von 1969 bis 1974 war er vierter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Während dieser Zeit setze er sich für eine Entspannung in der Ostpolitik ein, wofür er später den Friedensnobelpreis erhalten hat.

Clara Josephine Zetkin (* 5. Juli 1857 in Königshain-Wiederau; † 20. Juni 1933 in Archangelskoje) war bis 1917 in der SPD aktiv und schloss sich daraufhin der USPD an. Sie gilt als Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Als Teil der sozialistischen Internationalen setzte sie sich für die Einführung des Internationalen Frauentags ein.

Ferdinand August Bebel (* 22. Februar 1840 in Deutz; † 13. August 1913 in Passugg) ist einer der Begründer der deutschen Sozialdemokratie und war ab 1890 Vorsitzender der SPD. Im Volksmund wurde er aufgrund seiner Beliebtheit und seinem Engagement während des Deutschen Kaiserreichs auch „Arbeiterkaiser“ genannt.

Karl Liebknecht (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin) war von 1900 an Mitglied der SPD, in der er Teil des linksrevolutionären Flügels war. 1916 wurde er aus der SPD-Fraktion im Reichstag ausgeschlossen, weil er während des ersten Weltkriegs innenpolitische Konflikte nicht ruhen lassen wollte. Kurz darauf wurde er während seiner Rede am 1. Mai dem Kriegsverrat schuldig gesprochen und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde im Berliner Tiergarten erschossen.

Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 in Zamość; † 15. Januar 1919 in Berlin) war jüdische Intellektuelle, die sich erst in der polnischen und dann in der deutschen Sozialdemokratie einsetzte. Sie kritisierte die Parteidiktatur Lenins und setzte sich u.a. für eine Räterepublik und die Entmachtung des Militärs ein. Eines ihrer bekanntesten Zitate ist „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.

Karl Marx (* 5. Mai 1818 in Trier; † 14. März 1883 in London) ist bis heute einer der bedeutendsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus (Marxismus). Schon zu Lebzeiten war er ein einflussreicher intellektueller Vertreter der Arbeiter*innenbewegungen. Seine Beschreibungen des kapitalistischen Systems werden auch heute noch in der Wissenschaft diskutiert.

Heinrich Albertz (* 22.01.1915 in Breslau; † 18.05.1993 in Bremen) war von 1949 bis 1965 Bundesvorsitzender der AWO. Als Pfarrer der Bekennenden Kirche war er oftmals den Repressalien seitens der Nazis ausgesetzt. In der Nachkriegszeit bekleidete er verschiedene politische Ämter, bis hin zum Regierenden Bürgermeister Berlins. Nach dem Rückzug aus der Politik engagierte sich Albertz in Friedensbewegungen, u.a gegen den Nato-Doppelbeschluss.

Marie Juchacz (* 15. März 1879 in Lansberg; † 28. Januar 1956 in Düsseldorf) gründete am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt. Sie setzte sich Zeit ihres Lebens für die Gelichstellung von Mann und Frau ein und hielt die erste Rede einer Frau in einem deutschen Parlament. Sie glaubte an eine Selbsthilfe der Arbeiterbewegung die als AWO Gestalt annehmen sollte. In der gemeinsam, solidarisch füreinander gesorgt werden soll.

Lotte Lemke (* 28. Januar 1903 in Königsberg; † 19. April 1988 in Bonn) war maßgeblich für den Wiederaufbau der AWO nach dem zweiten Weltkrieg verantwortlich. Bereits vor dem Krieg hatte sie sich in der Arbeiterwohlfahrt engagiert. Nach der Auflösung der AWO 1933 gründete sie mit anderen eine Widerstandsgruppe gegen die Nazis. Von 1965 bis 1971 war sie Vorsitzende der AWO und war daraufhin bis zu ihrem Tod Ehrenvorsitzende.

Gleichheit bedeutet ein Recht auf Chancengleichheit jedes einzelnen, was unter anderem explizit die Gleichstellung von Mann und Frau bedeuten kann. Denn alle Menschen sind gleich an Würde. Zudem meint Gleichheit, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und stellt ein demokratisches Grundprinzip dar.

Freiheit meint, ohne Zwang leben zu können und sich frei entscheiden zu dürfen. Ein wichtiges philosophisches Grundprinzip dabei ist, dass die Freiheit da endet, wo sie die Freiheit anderer Menschen einschränkt.

Gerechtigkeit ist ein vages philosophisches Konzept. Bei Immanuel Kant meint es beispielsweise, dass man sich so verhalten soll, wie man es auch von anderen erwartet. Soziale Gerechtigkeit beschreibt einen Zustand, in dem die Teilhabe aller durch individuelle Rechte und materielle Mittel (z.B. Geld) sichergestellt ist.

Demokratischer Sozialismus ist eine politische Forderung, die die Untrennbarkeit von Demokratie und Sozialismus anerkennt. Die Demokratie ist eine Herrschaftsform in der die Macht vom Volk ausgeht. Meist durch Wahlen von Stellvertreter*innen. Unter Sozialismus werden unterschiedliche Bewegungen verstanden, die versuchen wollen, z.B. Geld anders zu verteilen als heute.

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