Bundesjugendwerk der AWO
31.03.2020 -  Kinder- und Jugendverbandsarbeit absichern!
Stellungnahme des Bundesjugendwerks zur Corona-Pandemie

Bundesjugendwerk der AWO e.V.

Stellungnahme des Bundesjugendwerks zur Corona-Pandemie

Als wertegebundener Kinder- und Jugendverband sehen wir es als eine Selbstverständlichkeit an, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu unterstützen. In der Folge haben wir uns entschlossen, Veranstaltungen und Maßnahmen abzusagen und für ein verantwortungsvolles Handeln einzutreten.

 

Die Kinder- und Jugendverbandsarbeit ist ein wichtiges gesellschaftliches Standbein. Ein relevanter Bestandteil der Kinder- und Jugendverbandsarbeit ist die Organisation und Durchführung von Ferienfreizeiten. Ein Grundsatz ist hierbei die Mitgestaltung und Mitbestimmung junger Menschen. Ferienfreizeiten von Kinder- und Jugendverbänden eröffnen so Partizipations- und Gestaltungsräume. Außerdem unterstützen Ferienfreizeiten Familien, welche auf Ferienbetreuung angewiesen sind. Durch die Corona-Krise ist dieser wichtige Arbeitsbereich gefährdet. Die Kinder- und Jugendverbandsarbeit im Gesamten steht in der Gefahr, in eine finanzielle Schieflage zu geraten.

 

Angesichts der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus sehen sich Jugendwerke dazu Gezwungen, Ferienmaßnahmen abzusagen. Entstehende Kosten durch Stornierungen sowie fehlende Einnahmen aus dem Freizeitenbereich können sich als existenzbedrohend erweisen und eine zerstörerische Wirkung entfalten. Bei einigen Gliederungen des Jugendwerks trägt der Bereich der Ferienfreizeiten dazu bei, das ohnehin sehr fragile finanzielle Gerüst der Kinder- und Jugendverbände aufrecht zu erhalten. Hiervon hängen auch die Refinanzierung hauptamtlichen Personals und anderer Maßnahmen der Kinder- und Jugendverbandsarbeit ab.

 

Im schlimmsten Fall werden betroffene Jugendwerke nicht nur gezwungen, den Ferienbereich einzustellen, sondern können in die Überschuldung und damit zur Auflösung der Verbandsstrukturen getrieben werden. Kinder- und Jugendverbände könnten somit nicht mehr ihrem selbst auferlegten gesellschaftlichen Auftrag, Familien zu unterstützen und jungen Menschen sinnvolle Feriengestaltung anzubieten, nachkommen. Eine Vielzahl von Verbandsaktionen, Bildungsmöglichkeiten und weiteren außerschulischen Maßnahmen könnten nicht weiter angeboten werden. Dieser Fall darf nicht eintreten!


Um den Fortbestand der Kinder- und Jugendarbeit des Jugendwerks der AWO zu sichern, schließen wir uns den Forderungen des Deutschen Bundesjugendrings an und fordern von Bund, Ländern und Kommunen umfassende Hilfsmaßnahmen!

 

Dazu gehören vor allem:

  • Die Garantie zur Übernahme von Stornierungskosten von Unterkünften, Bus- und weiteren beteiligten Unternehmen.
  • Die Zusicherung der Übernahme aller anfallenden Kosten (insbesondere Stornierungs- und Personalkosten) bei behördlicher Schließung von Einrichtungen (Jugendbildungsstätten, Kindererholungszentren, Jugendherbergen, weiteren Gemeinschaftsunterkünften, Jugendfreizeiteinrichtungen) und behördlichen Absagen von Veranstaltungen (z.B. Lehrgänge und Ferienfreizeiten)
  • Schaffung einer gesetzlichen Regelung, die die Ausstellung von Gutscheinen anstatt einer Rückzahlung der Stornokosten von Teilnehmenden-Beiträgen ermöglicht
  • Die Sicherung der Liquidität von freien Trägern der Jugendarbeit durch die kurzfristige Bereitstellung eines Rettungsschirms z.B. durch zinsfreie Kredite, Überbrückungszahlungen etc.
  • Die Zusicherung, dass Bemessungsgrundlagen (z.B. Teilnahmetage) für künftige Förderung die Sondersituation berücksichtigen.
  • Einfache, schnelle und unkomplizierte Formen der Kommunikation, Förderbeantragung und -bewilligung.




Anhänge:
17.03.2020 -  Umgang mit dem Corona-Virus

iXimus / Pixabay

Das Bundesjugendwerk sagt zunächst bis zum 20.April eigene Veranstaltungen ab. Es wird sehr gut dokumentiert, dass alles versucht wurde, so schnell wie möglich abzusagen. Denn das BVA erkennt nach aktuellem Stand Kosten dann an, wenn alles getan wurde, damit Kosten nicht entstehen.


Veranstaltungsplanungen ab Mai laufen vorerst weiter. Dabei werden aber keine verbindlichen Verträge eingegangen, die Kosten verursachen bzw. nicht stornierbar sind (siehe BVA-Hinweis). Eine Entscheidung über eine Verlängerung dieser Regel wird nach Ostern getroffen.


Mitarbeitende sollten vorrangig mobil arbeiten. Das gilt zunächst bis auf Widerruf. Die üblichen Antrags- und Mitteilungswege (Mobil Arbeiten, krank ohne Krankenschein, Mitteilung AU mit verlängerten Fristen) sowie Genehmigungsverfahren bleiben bestehen. Die Abwesenheiten werden im dienstlichen Kalender dokumentiert.


Dienstreisen werden vorerst bis Ende April so stark wie möglich minimiert.


Satzungsgemäße Gremien (Vorstand, Bundesjugendwerkskonferenz) werden weiter geplant und nicht abgesagt. Der Vorstand berät, wie etwa Vorstandssitzungen organisiert werden. Es muss gewährleistet sein, dass alle teilnehmen und Entscheidungen auf der Grundlage der Satzung treffen können.


Krisenentscheidungen treffen letztinstanzlich der BGB*-Vorstand und Geschäftsführung, die Aufhebung der dazu vereinbarten Maßnahmen ebenfalls. (*Bürgerliches Gesetzbuch)


Externe Links/Maßnahmen


Information des BVA



Ab dem 07.03.2020 ist folgende Regelung gültig.

Die Ausbreitung des Coronavirus kann auch Auswirkungen auf noch zur Förderung anstehende bzw. bereits bewilligte Veranstaltungen und Projekte des BMFSFJ haben. Da der Schutz vor Ansteckung und Ausbreitung hohe Priorität hat, ist bereits bei der Bewilligung von Veranstaltungen zu prüfen, ob diese überhaupt oder an diesem Ort bzw. zu dieser Zeit stattfinden müssen oder evtl. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können.

Die Entscheidung über die Anerkennung und Einordnung der Zuwendungsfähigkeit von Ausgaben steht grds. im Ermessen der Bewilligungsbehörde.

Soweit es bei vom BMFSFJ geförderten Veranstaltungen/Projekten etc. aufgrund des Coronavirus zu Ausfällen, Unmöglichkeit der Anreise (z. B. Wegen Quarantäne) kommt und Storno-/ oder anderweitige Ausfallkosten entstehen, können diese aufgrund der Ausnahmesituation im Rahmen der gewährten Zuwendung grds. als zuwendungsfähige Ausgaben anerkannt und abgerechnet werden.

Dies gilt im Rahmen der Bewilligung, soweit die Zuwendungsempfänger die Ausgaben nicht aus Eigenmitteln aufbringen können (Subsidiaritätsprinzip).

Außerdem sind vorher alle Möglichkeiten einer möglichst kostenfreien oder -günstigen Stornierung in Anspruch zu nehmen, um die Kosten zu reduzieren.

Dies ist entsprechend zu dokumentieren und von den Zuwendungsempfängern für eine Prüfung vorzuhalten.

Die Ausgaben sind entsprechend im Verwendungsnachweis nachzuweisen.

Diese Informationen stehen als PDF zur Verfügung.


Diese Maßnahmen sind angelehnt an den Maßnahmenplan des DBJR.

10.03.2020 -  Ausschreibung
Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit gesucht
Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit gesucht

Das Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt e.V. ist der eigenständige Kinder- und Jugendverband der Arbeiterwohlfahrt. Bundesweit engagieren sich bei uns junge Menschen für junge Menschen. Unsere Wurzeln liegen in der Arbeiterbewegung. Als bundesweiter Dachverband treten wir für eine tolerante, offene und gerechte Gesellschaft ein und setzen uns als politische Interessenvertretung für Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Unsere Grundwerte Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Emanzipation und Toleranz sind dabei Grundlage unseres Handelns.

 

Für unsere Bundesgeschäftsstelle in Berlin suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n:

 

Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit

 

Als Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit erwarten Sie folgende Aufgaben:

  • Entwicklung eines ÖA-Konzeptes
  • Entwicklung von Handreichungen und Tools zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Pressearbeit
  • Erstellung des jährlichen Verbandsberichtes
  • Koordinierung der Social-Media-Aktivitäten
  • Betreuung der Internetseite
  • Kampagnenplanung
  • Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Bundesvorstand
  • Mitarbeit in Arbeitskreisen und Fachausschüssen des AWO Bundesverbandes

 

Wir erwarten von Ihnen:

  •  Abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement, Visuelle Kommunikation, Medienkommunikation, Journalismus und ähnliche Studiengänge
  • Erfahrungen in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit
  • Erfahrung in der politischen Kommunikation
  • Erfahrung im Umgang mit Content-Management-Systemen (Typo3)
  • Persönlicher Zugang zu kinder- und jugendpolitischen Perspektiven und Themen
  • Vorausschauende, selbstständige Arbeitsweise/Organisationsfähigkeit
  • Flexibilität und Einsatzbereitschaft
  • Identifikation mit den Zielen und Werten der Arbeiter*innenbewegung
  • Bereitschaft zu bundesweiten Dienstreisen und Wochenendarbeit
  • Gute Kenntnisse MS-Office

 

Wir bieten Ihnen:

  • einen engagierten, jungen Vorstand und ein motiviertes Team in der Geschäftsstelle
  • eine abwechslungsreiche, spannende Tätigkeit
  • Fortbildungsmöglichkeiten
  • einen attraktiven Arbeitsplatz im Herzen der Hauptstadt
  • tarifliche Vergütung

  

Die Stelle hat einen Arbeitszeitumfang von 20 Stunden/Woche.

Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TV AWO-Bundesverband, EG 11. Die Stelle ist zunächst befristet auf 2 Jahre.

 

Vertretung der Stelle der Referentin für politische Verbands- und Bildungsarbeit

Eine Aufstockung der Stelle ist im Zeitraum vom 1.08.2020 bis 31.07.2021 im Rahmen einer Vertretung möglich. Vertreten werden müssten alle notwendig weiterzuführenden inhaltlichen Aufgaben. Die Höhe der Aufstockung wird im persönlichen Gespräch vor Ort genauer besprochen.

 

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt behandelt.


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bis zum 3. April 2020 bei uns!


Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte an: bewerbung@bundesjugendwerk.de schicken.


Bitte teilen Sie in Ihrer Bewerbung auch Ihren frühestmöglichen Einstiegstermin mit.


Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich vom 17. – 19. April 2020 in Berlin statt.


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03.03.2020 -  Wie digital ist dein Jugendwerk?
Eine Umfrage der Digitalisierungskommission

© AWO Bundesverband

Eine Umfrage der Digitalisierungskommission

Liebe Jugendwerkler*innen,


mit Beschluss auf der letzten Bundesjugendwerkskonferenz im Mai 2018 in Bremen wurde das Einsetzen einer Digitalisierungskommission beschlossen.


Ziel soll eine Abfrage der Jugendwerksgliederungen sein, um den aktuellen Stand der Digitalisierung und allgemeine Einstellungen im Verband zu der Thematik abzufragen. Aus den Ergebnissen der Umfrage wird, wie im Antrag beschlossen, ein Bericht von der Digitalisierungskommission mit Handlungsempfehlungen an den Verband für die kommende Bundesjugendwerkskonferenz im Mai in Frankfurt am Main entwickelt.


Hier gelangt ihr zur Umfrage!


Wir bitten, um eine hohe Teilnahme an der Umfrage, um möglichst viele Rückmeldungen aus den Gliederungen zu bekommen. Auch bitten wir darum, die Umfrage weiteren Gliederungen (Kreis- und Ortsjugendwerken) weiterzuleiten.


Die Umfrage soll bitte bis zum 25.03.2020 um 12:00 Uhr ausgefüllt werden.


Vielen Dank im Voraus für Eure Teilnahme!


Mit solidarischen Grüßen,

für die Digitalisierungskommission, Oliver

14.01.2020 -  Neuer Imagefilm der AWO

© AWO Bundesverband

Pünktlich zum 100. Geburtstag am 13. Dezember 2019 veröffentlichte die AWO ihren neuen Imagefilm. Unter der Leitidee „Jeder Mensch zählt“ stellten sie die Frage: Was wäre, wenn die Bevölkerung in Deutschland nur 100 Menschen wären? Die statistischen Antworten auf diese Fragen geben 100 Menschen, die unsere vielfältige und lebendige Gesellschaft repräsentieren. Hier geht's zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=7jk9SuvCB_s


Schaut euch den Film an und teilt unsere gemeinsame Botschaft: Wir kämpfen für Gerechtigkeit und Solidarität, für Vielfalt und ein menschenwürdiges Leben. Weil jeder einzelne Mensch es wert ist! #wirmachenweiter #awo100 #danke #jugendwerk #solidarität

16.12.2019 -  Internationale Jugendarbeit stärken!

Unser Antrag zur Internationalen Jugendarbeit mit dem Titel „Internationale Jugendarbeit gewährleisten! Die finanzielle Förderung der internationalen Kinder- und Jugendarbeit umfassender und bedarfsgerecht strukturieren!“, den wir beim DBJR gestellt haben, wurde beim Hauptausschuss des DBJR im Dezember 2019 einstimmig angenommen.


In der Position fordern wir u.a., dass

  • eine Erhöhung des gesamten Fördervolumens internationaler Jugendarbeit, die der Finanzierung der folgenden Maßnahmen entspricht.
  • eine strukturelle Erhöhung aller Förderpauschalen für internationale Jugendarbeit gemäß § 11 Abs. 3 Nr. 4 SGB VIII.
  • die Höhe der Förderung für internationale Jugendbegegnungen muss der für Fachkräfteprogramme gleichgestellt werden.

Vielen dank an die DGB Jugend, Bundesverband Schreberjugend und der Deutsche Wanderjugend ,die als Mitantragssteller mit von der Partie waren.


Hier geht es zum beschlossenen Antrag: https://www.dbjr.de/artikel/internationale-jugendarbeit-gewaehrleisten/


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25.11.2019 -  Klimaschutz geht uns alle etwas an!
Jugendverbände im Umweltministerium
Jugendverbände im Umweltministerium

Heute sind wir zusammen mit vielen weiteren Jugendverbänden beim Aktionsbündnis Klimaschutz, dem zentralen Beratungsgremium der Bundesregierung zum Klimaschutz.


Ab jetzt gibt es in dem Bündnis eine eigene Bank für die Jugend. Gemeinsam verleihen wir den Jugendverbänden mit Nachdruck eine starke Stimme!


Heute geht es unter anderem um die Vorstellung der neuen Plattform Klimaschutz, die von renommierten Wissenschaftler*innen betrieben wird und die die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen begleiten. Es geht um Akzeptanz der Klimapolitik in Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Außerdem stellt die Bank “Energiewirtschaft“ ihr Thesenpapier zu den aktuellen Klimaschutzmaßnahmen vor.


Gemeinsam mit uns vor Ort waren: die BUNDjugend, WWF Jugend ,DPSG Bundesverband, Junges Netzwerk Forst, KLJB-Bundesverband, Naturfreundejugend Deutschlands ,Naturschutzjugend NAJU ,Jugend des deutschen Alpenvereins, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) ,Klimadelegation e.V., SV-Bildungswerk e.V. ,Deutsche Schreberjugend


Im Vorfeld des Aktionsbündnisses waren die Jugendverbände am 6. November 2019 zu einer Fragerunde mit Ministerin Schulze ins Umweltministerium eingeladen worden, um mit der Ministerin über das Klimaschutzpaket zu reden. Die Ministerin nahm sich viel Zeit für die Fragen, kritischen Anmerkungen und Vorschläge von uns Jugendverbänden. Wir haben uns sehr über die Einladung und das offene Ohr der Ministerin gefreut. Aber wir bleiben dabei: Das Klimaschutzpaket ist nicht ausreichend und vor allem sozial ungerecht!


#jung #politisch #laut #jugendbank #Klimaschutz #fridaysforfuture #awo #jugendwerk #solidarität


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11.10.2019 -  Solidarität mit den Opfern des rechtsextremistischen Anschlags in Halle
Stellungnahme des Bundesjugendwerks der AWO: Solidarität mit den Opfern des Anschlages in Halle
Stellungnahme des Bundesjugendwerks der AWO: Solidarität mit den Opfern des Anschlages in Halle

Der Vorstand des Bundesjugendwerks der AWO solidarisiert sich mit den Opfern und ihren Angehörigen, die am vergangenen Mittwoch Ziel eines rechtsterroristischen Anschlages in Halle wurden. Wir stehen an der Seite aller sich zum jüdischen Glauben bekennenden Menschen und verurteilen jegliche Form von Gewalt gegen Menschen, die anders glauben, anders lieben, eine andere Herkunft haben oder aus sonstigen menschenfeindlichen Motiven Opfer von rechtsextremistischer Gewalt wurden.

Unsere Antwort darauf kann nicht lauten: Misstrauen, Überwachung und Ausgrenzung. Es zeichnet sich ein typisches Verhalten von Politiker*innen und Medien nach terroristischen Anschlägen ab, Panik und Angst zu schüren, den Fokus auf den Sicherheitsaspekt zu legen und für mehr Kontrolle und Überwachung von Bürger*innen zu werben.

Unsere Antwort muss aber lauten: Wir brauchen mehr Solidarität, Gleichheit und Toleranz. Wir stehen ein für positive Werte und nicht die Beschneidung von Freiheiten. Gerade wir als Jugendverband mit unseren sozialistischen Werten können unseren Anteil dazu leisten für eine solidarische Gesellschaft, frei von Hass und Ausgrenzung, zu streiten. Als zivilgesellschaftlicher Akteur ist es unsere Aufgabe, laut zu sein, wenn Menschen unsere freiheitliche Art zu leben, durch solche Grausamkeiten zerstören wollen.

Wir lassen uns nicht einschüchtern von rechter Gewalt und Hass. Wir setzen uns auch weiterhin gegen Antisemitismus, Rassismus, Homo- und Transphobie – kurz Menschenfeindlichkeit – ein. Wir halten dagegen, wenn Menschen verächtlich gemacht werden. Denn aus Worten werden leider häufig Taten. Das Bundesjugendwerk der AWO stellt sich mit Nachdruck gegen rechte Gewalt und gedenkt der unschuldigen Menschen, die in Halle aus dem Leben gerissen wurden.


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27.09.2019 -  50 Jahre Jugendwerk, 100 Jahre AWO Feier in Dortmund
Ein Film des Landesjugendwerks der AWO NRW
Ein Film des Landesjugendwerks der AWO NRW

Das Landesjugendwerk der AWO NRW hat ein Video erstellt über die 100 Jahre AWO Feier vom 30. August bis 1. September in Dortmund und die Aktionen der Jugendwerke vor Ort an den Ständen.


Ein großes Dankeschön an die vielen, tatkräftigen Unterstützer*innen und Helfer*innen vor Ort! Es war ein schönes und sehr erfolgreiches Wochenende!


Hier geht es zum Video: https://www.facebook.com/417711422137992/videos/2407464242801358/


#100jahreawo #jugendwerk #solidarität #dortmund #feier

08.08.2019 -  Die Jugend von heute!
Interview zwischen Oliver von Ganski und Wolfgang Stadler

© AWO Bundesverband


Interview zwischen Oliver von Ganski und Wolfgang Stadler

Ist die Jugend von heute besonders? Was sind die größten Herausforderungen für sie? Und (was) können Jung und Alt voneinander lernen? Oliver von Ganski (stellv. Vorsitzender des Bundesjugendwerks) und Wolfgang Stadler (Vorsitzender des AWO Bundesverbandes) im Gespräch.


Hier geht's zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=yTXnQu1Gxr0

19.07.2019 -  Umzug Bundesgeschäftsstelle

© Bundesjugendwerk der AWO e.V.

Wir sind umgezogen und seit dem 15. Juli 2019 lautet unsere neue Adresse:

Michaelkirchstr. 17/18
Aufgang B
10179 Berlin.

Ab kommender Woche sind wir voraussichtlich wieder telefonisch erreichbar.
Unsere digitalen und telefonischen Kontaktdaten bleiben unverändert.

10.07.2019 -  Kinderrechte in Leichter Sprache veröffentlicht!

Die Bilder sind gezeichnet von Reinhild Kassing

Hier geht es zur Pressemitteilung in Leichter Sprache.

2019 ist ein Jahr der Menschenrechte. In diesem Jahr feiern die Kinderrechtskonvention ihren 30. und die Behindertenrechtskonvention in Deutschland ihren 10. Geburtstag. Anlässlich dieser Jubiläen veröffentlichen der AWO Bundesverband und das Bundesjugendwerk der AWO die Übersetzung der Kinderrechte in Leichter Sprache.

Dazu der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Die Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Der Kampf um und für Kinderrechte treibt die Arbeiterwohlfahrt seit vielen Jahren an. Unsere Gründerin Marie Juchacz wusste aus eigener Erfahrung, wie wichtig Kinderrechte sind. Sie setzte sich ihr ganzes Leben für diese ein. Seit 30 Jahren gibt es die weltweit geltende Kinderrechtskonvention. Es ist wichtig, dass Kinder ihre Rechte und auch Erwachsene die Rechte von Kindern kennen. Wir freuen uns daher sehr, dass wir durch die Übersetzung der Kinderrechtskonvention in Leichte Sprache dazu beitragen, dass mehr Kinder und erstmals auch Menschen mit Lernschwierigkeiten Zugang zur Kinderrechtskonvention haben.“

Auch für das Bundesjugendwerk der AWO ist die Übersetzung der Kinderrechte eine wichtige Voraussetzung dafür, Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihre Rechte wahrzunehmen und durchzusetzen. „Nur wer seine Rechte kennt und mit ihnen vertraut ist, kann selbstwirksam für sich und dann auch für andere eintreten“ sagt Jan Sörnsen, Geschäftsführer des Bundesjugendwerks. Die Übersetzung fördere die Eigenständigkeit von Kindern und Jugendlichen und schaffe Bewusstsein für ein demokratisches Miteinander. „Jeder Mensch hat das Recht, gehört zu werden und für die eigenen Bedürfnisse einzutreten“, so Sörnsen weiter.

In Deutschland engagieren sich viele Menschen für Kinderrechte und arbeiten daran, dass diese im Kinderalltag gelebt werden. Deswegen unterstreicht Wolfgang Stadler: „Wir hoffen, dass die Kinderrechtskonvention in Leichter Sprache viele Impulse zur Förderung, Wahrung und des Schutzes von Kinderrechten unterstützt. Wir wünschen uns, dass diese von vielen Verbänden, Initiativen und Institutionen als Instrument der inklusiven Menschenrechtsbildung eingesetzt wird, damit Deutschland kinderfreundlicher wird; damit Kinder ihre Rechte kennen und diese auch einfordern können. Aus diesem Grund setzt sich die AWO seit langer Zeit aktiv dafür ein, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.“

Die Broschüre könnt ihr in unserem Shop kostenfrei gegen eine Gebühr für Verpackung und Versand bestellen.


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28.05.2019 -  Das Bundesjugendwerk fordert "Kinderarmut abschaffen"!

Vor zehn Jahren brachte das Jugendwerk das sozialpolitische Konzept "Wohlstand, Baby" heraus, in dem die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland im Hinblick auf die Verteilung von Wohlstand analysiert wurden. Wohlstand bedeutet für uns, als Mitglied der Arbeiter*innenjugendverbände, nicht nur eine finanzielle Absicherung, sondern auch gute Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten jeden Individuums in einer Gemeinschaft auf Grundlage der dafür benötigten Mittel (Wohnen, Gesundheit, Zugang zu Bildung und Kultur, soziale Teilhabe).

Aus den damaligen Ergebnissen, dass Wohlstand auch im 21. Jahrhundert in Deutschland noch unfair verteilt ist und dass das staatliche System der sozialen Sicherungen nicht vor Armut schützt, entwickelte das Jugendwerk politische Forderungen zur Verbesserung der Lage.

Jetzt, zehn Jahre später, haben wir geschaut, welche Forderungen noch aktuell sind und welche bereits erfüllt wurden. Das Ergebnis fällt eher enttäuschend aus: In den letzten zehn Jahren hat sich an der Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die von Armut gefährdet sind, kaum etwas verändert. Auch heutzutage gelten immer noch um die 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche als von Armut betroffen.


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22.05.2019 -  Jugendwerks-Merchandise bei Spreadshirt
Ab sofort könnt ihr euren eigenen Jugendwerks-Merchandise kreieren!

Bundesjugendwerk der AWO e.V.

Ab sofort könnt ihr euren eigenen Jugendwerks-Merchandise kreieren!

Zum Shop

Im Shop des Jugendwerks der AWO könnt ihr ab sofort T-Shirts, Pullover, Tassen, Beutel oder ein anderes Produkt eurer Wahl mit Jugendwerk-Logos bedrucken lassen.

Die Schritte dafür sind ganz einfach:

1. Eins der sechs JW-Logos heraussuchen, die wir für euch bereit gestellt haben,
2. Logo auf einem Produkt eurer Wahl anbringen,
3. Farbe des Produkts, Größe und Anordnung des Logos selbst bestimmen,
4. Zack...euer selbstgebastelter JW-Merchandise ist fertig!

Die Idee dazu kam uns, weil sich viele bei der Merchandise-Umfrage im Dezember letztes Jahr, T-Shirts, Pullover oder ähnlichen Merchandise gewünscht haben, den wir aber nicht in hoher Anzahl bei uns lagern können. So sind wir auf Spreadshirt aufmerksam geworden.

Sobald wir die Möglichkeit haben, werden wir den Link zum Spreadshirt-Shop auf unserer Bundesjugendwerks-Website einbinden. Momentan ist das leider noch nicht möglich.

Wir hoffen, euch gefällt unser neuer Shop! Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß beim Gestalten eurer Textilien.

18.04.2019 -  Solidarität mit Fridays for Future
Aufruf zur Teilnahme an den Demonstrationen am 26. April
Aufruf zur Teilnahme an den Demonstrationen am 26. April

Liebe Jugendwerker*innen


in den letzten Monaten haben junge Menschen für Furore gesorgt. Jeden Freitag gehen sie auf die Straße, um für die Interessen ihrer Generation einzustehen. Diese Protestbewegung begrüßen wir als Kinder- und Jugendverband ausdrücklich. Junge Menschen sollten die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, um am politischen Prozess teilhaben zu können. Um unserer Solidarität weiter Ausdruck zu verleihen, möchte der Bundesvorstand euch dazu aufrufen, euch an diesen Demonstrationen zu beteiligen. Ohne diese Bewegung für uns vereinnahmen zu wollen, möchten wir uns öffentlichkeitswirksam daran beteiligen.

Wir rufen euch alle dazu auf, am Freitag den 26.04. an den Fridays for Future Demonstrationen teilzunehmen.

Außerdem werden wir euch in den nächsten zwei Wochen Flugblätter zukommen lassen, die ihr dann auf den Demonstrationszügen verteilen könnt. (Bitte behaltet dabei im Kopf, dass wir nicht sinnlos Papier bedrucken wollen, das am Ende nur auf dem Boden der Straße landet. Habt daher im Hinterkopf, dass ihr nicht viel zu viel druckt und sie auch nur an interessierte Menschen verteilt.)

Über Bilder von euch auf der Demonstration, würden wir uns natürlich auch sehr freuen.

Solidarische Grüße
Euer Bundesvorstand


Anhänge:
05.11.2018 -  Fortbildung "The winner takes it all?!" - Soziale Ungleichheit zum Thema politischer Bildungsarbeit machen
Die 42 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – knapp 4 Milliarden Menschen.

Foto: © anokarina

Die 42 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – knapp 4 Milliarden Menschen.

Die 42 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – knapp 4 Milliarden Menschen. Und wie ist es in Deutschland? Auch hier nimmt Ungleichheit zu – in vielen Städten wird Wohnraum zunehmend zu einem Luxus, den sich nur noch Reiche leisten können.


Soziale Ungleichheit ist wieder ein zentrales Thema politischer Diskussionen geworden. Aber wie können die verschiedenen Dimensionen von Ungleichheit so vermittelt werden, dass sie für Jugendliche und junge Erwachsene interessant, verständlich und diskutierbar sind?

In dem Seminar werden Methoden vorgestellt, die in dem Projekt für die Bildungsarbeit mit Freiwilligen und engagierten Jugendgruppen entwickelt wurden und etwa im Rahmen eines eintägigen Workshops umgesetzt werden können. Dabei konzentrieren wir uns auf Methoden, die wenig frontal sind und die Gruppe aktivieren – wie etwa Planspiele, soziometrische Aufstellungen und Gruppenpuzzle.

Thematisch verknüpfen wir dabei globale Phänomene von Ungleichheit mit der Situation in Deutschland. Themen sind unter anderem die kolonialen Wurzeln von wirtschaftlicher Ungleichheit zwischen Ländern, die Rolle der kapitalistischen Produktion in der Ungleichverteilung von Geld und die Konsequenzen von Ungleichheit für Gesellschaften. Anknüpfend an die Analyse sozialer Ungleichheit werden Ideen für eine gleichere Wohlstandsverteilung vorgestellt und Organisationen und Initiativen, die sich mit ganz unterschiedlichen Ansätzen für die Reduzierung von Ungleichheit engagieren.

Zielgruppe der Fortbildungen:

Die Fortbildungen richtet sich an freiberufliche Teamer*innen, pädagogische Fachkräfte und andere Bildungsakteur*innen, die im Bereich Freiwilligendienste oder der freien Jugendbildungsarbeit aktiv sind.

Fortbildungstermine:

Es werden 2019 Fortbildungen an vier Orten angeboten:


  1. 5.-6. März 2019, Berlin Zeitraum: Dienstag, 11-18 Uhr und Mittwoch, 9-15 Uhr; Ort: Berlin, Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben; Kosten: kostenfrei (bei Übernachtung mit Kostenbeteiligung)
  2. 26.-27. März 2019, Karlsruhe Zeitraum: Dienstag: 11-17 Uhr, Mittwoch: 11-16 Uhr; Ort: AWO Bezirksverband Baden in Karlsruhe; Kosten: kostenfrei (bei Übernachtung mit Kostenbeteiligung)
  3. 28.-29. Mai 2019, Rastede/Niedersachsen Zeitraum: Dienstag: 11-18 Uhr, Mittwoch: 9-15 Uhr; Ort: AWO-Kompetenzzentrum am Mühlenhof, Rastede; Kosten: kostenfrei (bei Übernachtung mit Kostenbeteiligung)
  4. Zusatzangebot in Kooperation mit der Bildungsstelle Nord von Brot für die Welt: Fortbildung zu sozialer Ungleichheit mit besonderem Schwerpunkt auf globalen Zusammenhängen 14.-16. Juni 2019, Haus am Schüberg in Ammersbek (bei Hamburg) Zeitraum: Freitag, 18:30 – Sonntag, 13.30 Uhr Ort: Evangelisches Tagungs- und Bildungszentrum Haus am Schüberg Kosten: einkommensabhängig 30 – 120 Euro inklusive zwei Übernachtungen und Vollpension


Anmeldung:
Für die Anmeldung für die Fortbildungen A-C nutzen Sie bitte das beigefügte Anmeldeformular und schicken Sie es per Mail an Christoph Ernst beim EPIZ Berlin: ernst[at]epiz-berlin.de

Für die Anmeldung zur Fortbildung im Haus am Schüberg melden Sie sich bitte direkt an bei der Bildungsstelle Nord von Brot für die Welt unter der Email: bildungsstelle-nor[at]brot-fuer-die-welt.de

Veranstalter:
Die Fortbildungen sind Teil des Projektes „The Winner Takes it all? Ökonomische Alphabetisierung zum Thema soziale Ungleichheit.“ Das gemeinsame Projekt von EPIZ Berlin, Brot für die Welt, AWO International und dem Bundesjugendwerk der AWO e.V. läuft von Januar 2018 bis Sommer 2019.
Ziel ist es, grundlegendes Wissen zu sozialer Ungleichheit in Deutschland und global zu vermitteln.

Ansprechpartner:
Für weitere Informationen und Rückfragen melden Sie sich gerne bei
Christoph Ernst EPIZ e.V. Schillerstraße 59 10627 Berlin Tel. 030/69598510 Mail: erns[at]epiz-berlin.de

Gefördert durch: ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.


Anhänge:
26.09.2018 -  #unteilbar - Aufruf zur Solidarität

Das Bündnis #unteilbar, bestehend aus vielen einflussreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einzelpersonen, ruft zur Demonstration auf.

Unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene und freie Gesellschaft“ will das Bündnis möglichst viele Mitstreiter*innen für einen Kampf für Freiheit, Solidarität und Menschenrechte gewinnen, um zu zeigen #wirsindmehr!
Wir unterstützen diesen Aufruf!

Kommt mit uns zur Großdemonstration nach Berlin und lasst uns gemeinsam ein Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung und Rassismus setzen!

Wann: Samstag, 13. Oktober
Wo: Berlin, Alexanderplatz

Auf der Veranstaltungsseite Großdemo // Mass protest - Unteilbar findet ihr die ganze Route

Wer für das Bündnis spenden möchte, kann das hier tun.

13.06.2018 -  #nofreeinterrail - Finanzielle Mittel sinnvoll einsetzen
In den letzten Jahren steigt bei gleichbleibender Förderung die Anzahl der Anträge für internationale Maßnahmen. Die Fördermittel könnten hier besser investiert werden.

Paolese

In den letzten Jahren steigt bei gleichbleibender Förderung die Anzahl der Anträge für internationale Maßnahmen. Die Fördermittel könnten hier besser investiert werden.

Das Europäische Parlament möchte im kommenden Haushaltsentwurf die Gelder für jugendbezogene Maßnahmen erhöhen. Dies finden wir prinzipiell sehr gut. Jedoch sollen 700 Millionen Euro für Tickets eingeplant werden, mit denen junge Menschen aus Europa einen Monat lang kostenlos durch die EU fahren können.

Das Bundesjugendwerk wird sich im Rahmen der Verhandlungen zum EU-Haushalt 2021-2027 dafür einsetzen, dass die eingeplanten Gelder für jugendbezogene Maßnahmen nicht für einen kostenlosen Interrail Pass eingesetzt, sondern sinnvoll im Sinne der Zielgruppe verwendet werden. Wir fordern, dass die Gelder, die für den kostenlosen Interrail Pass gedacht sind, in pädagogisch begleitete Programme investiert werden. Darunter verstehen wir zum Beispiel internationale Begegnungen, Jugendbildungsfahrten oder den Europäischen Freiwilligendienst (EFD). So kann das Geld sinnvoll in schon bestehende Strukturen eingesetzt werden, ohne weitere bürokratische Ebenen einzubeziehen.

Warum wir gegen einen kostenlosen Interrail Pass sind:

Das Angebot wendet sich nicht an benachteiligte Jugendliche, da diese unter diesen Rahmenbedingungen das Angebot mehrheitlich nicht in Anspruch nehmen werden.

Der Anreiz, eine Reise zu beginnen, wird dadurch zwar erhöht, jedoch bleibt unklar, wie junge Menschen für die restlichen Kosten aufkommen sollen.
Es gibt keine pädagogische Begleitung während der Reise. Dies führt eher zur Bestätigung von Klischees und baut keine Barrieren im europäischen Verständnis ab.

Das Vorhaben stellt - anders als bei verbandlichen Aktivitäten - vorrangig eine Bezuschussung von Menschen dar, die ohnehin schon privilegiert sind und sich eine Reise durch Europa vorstellen und leisten können. Personen, die schon überzeugt werden müssen, ihr Bundesland, ihre Stadt oder sogar ihren Kiez zu verlassen, werden sich darauf nicht bewerben. Durch unsere verbandliche Arbeit können wir langjährige Beziehungen mit Teilnehmer*innen aufbauen und diese individuell begleiten.


Anhänge:
23.04.2018 -  Offener Brief zur Aufhebung des §219a StGB

© DanEvans, Pixabay

In einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD fordern das Bundesjugendwerk der AWO, das Zukunftsforum Familie (ZFF) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gemeinsam mit einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen, den §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern die umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und Rechtssicherheit für Ärzt*innen.


Anhänge:
05.03.2018 -  Für soziale Gerechtigkeit

Nach dem klaren Mitgliederentscheid der SPD-Basis wird es nun auch in dieser Legislaturperiode eine große Koalition geben. Nach unserer Kritik am Koalitionsvertrag fordern wir von der zukünftigen Bundesregierung insbesondere:
Eine sofortige und uneingeschränkte Ermöglichung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte und die Beschleunigung des Visumsverfahrens für nachzugsberechtigte Familienmitglieder. Vor allem im Hinblick auf das Wohl von Kindern und Jugendlichen muss nicht nur dem Grundgesetz sondern auch der UN-Kinderrechtskonvention in der Bundesrepublik wieder Geltung verschafft werden!

Eine bedürfnisorientierte Politik, um soziale Gerechtigkeit in Deutschland und weltweit zu schaffen. Insbesondere die Bekämpfung von Kinderarmut muss Priorität haben.

Die Verbesserung der Bedingungen in allen Ausbildungsberufen. Besonders in der Pflege muss es neben einer praktikable Ausbildung auch Ausbildungsvergütungen geben, die sowohl garantiert als auch existenzsichernd sind. Der Mindestlohn muss auch für Auszubildende gelten
Als Kinder- und Jugendverband fordern wir eine klare Positionierung der zukünftigen Bundesregierung für junge Menschen und für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse - sozial gerecht, solidarisch und bedürfnisorientiert.
(Bundesjugendwerksausschuss in Bremen, 3.- 4. März 2018)

19.02.2018 -  Stellungnahme des Bundesjugendwerks zum Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD

Der Entwurf zum Koalitionsvertrag wird unseren Erwartungen als Kinder- und Jugendverband nicht gerecht. Es fehlen einige unserer wichtigsten Forderungen der letzten Jahre. Auch zum Thema Kinderarmut fehlen wirksame Lösungsansätze. Einschränkungen der Rechte geflüchteter Menschen verurteilen wir aufs Schärfste. Lest hier unsere ausführliche Stellungnahme dazu:


Anhänge:
16.11.2017 -  Videorückblick Bundesjugendwerkstreffen 2017

© Bundesjugendwerk der AWO e.V.

Alle zwei Jahre treffen sich die ehren- und hauptamtlich Aktiven des Jugendwerks der AWO zum großen Bundesjugendwerkstreffen, um sich zu vernetzen, zu diskutieren und eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Das Video zeigt das Treffen im Mai 2017 auf Gut Bustedt in Ostwestfalen-Lippe.

Hier geht's zum Video.

Video: Jonas Wellmann
Foto: Gregor Schwind

08.11.2017 -  Umweltdetektive grenzenlos

Immer mehr Menschen kommen zu uns, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus ihren Heimatländern flüchten müssen. Darunter sind auch viele Kinder mit ihren Familien. Wir möchten, dass diese Menschen an unseren Veranstaltungen teilhaben können. Deshalb ist im Oktober 2016 unser neues Projekt „Umweltdetektive grenzenlos“ gestartet.

Ziel ist es, vor allem mehrsprachige Umweltbildungsmaterialien sowie ein Multiplikator*innen-Handbuch für die Jugendverbandsarbeit und außerschulische Umweltbildung zu entwickeln. Die Materialien ermöglichen es, Umweltbildungsveranstaltungen für Kinder mit und ohne Flucht- bzw. Migrationshintergrund im Grundschulalter durchzuführen. Nach der Erarbeitung der Materialien und einer Erprobungsphase im Spätsommer 2017 wird es in 2018 drei bundesweite Multiplikator*innen-Workshops geben. In den Workshops werden die Materialien vorgestellt und die Teilnehmenden erhalten wertvolle Tipps und Hinweise für deren Einsatz.

Kooperationspartner und Förderung
Das Projekt wird in Kooperation mit der Naturfreundejugend Deutschlands durchgeführt und durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Zeitraum 01.10.2016 - 31.06.2018

Ansprechpartnerin
Wenn ihr Fragen dazu oder Interesse an dem Thema habt, meldet euch in der Bundesgeschäftsstelle bei Aylin Koç: aylin.koc@bundesjugendwerk.de

13.03.2017 -  Freiheit. Gleichheit. S-owl-idarität. Das Bundesjugendwerkstreffen 2017

© Bundesjugendwerk der AWO e.V.

Unter dem "Dach" der Werte des Jugendwerkes laden wir im Mai 2017 alle Jugendwerkler*innen und Freunde des Jugendwerkes nach Ostwestfalen ein.
In Zeiten, in denen unsere Werte immer öfter in Frage gestellt werden, möchten wir hiermit ein Zeichen setzen und auch deutlich machen, dass in unserem Verband das "Willkommen" und die Offenheit für alle, die unsere Werte unterstützen, immer noch ernst gemeint ist.
Und was eignet sich besser dazu als unser Bundesjugendwerkstreffen, bei dem sich die geballte Vielfalt unseres Verbandes darstellt mit:
- tollen gemeinsamen Aktionen
- neuen Ideen
- inhaltlichen Diskussionen
- gemeinsamem Feiern
- Spiel- und Sportveranstaltungen
- vielen Kontakten & Gesprächen
...und allem, was IHR sonst noch so einbringt, denn das Treffen lebt auch von EUREM Engagement!
Den Veranstaltungstermin findet ihr hier.

18.01.2017 -  Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!

Unser Ziel ist nicht die Bekämpfung, sondern die Abschaffung von Armut. Dies ist für uns die Konsequenz solidarischen Denkens und Handelns. Armut kann abgeschafft werden, wenn das Prinzip der Bedürfnisgerechtigkeit bei der Güterverteilung das der Leistungsgerechtigkeit ablöst.

Aus diesem Grund haben wir uns mit vielen weiteren Organisationen, u.a. die BUNDjugend, die Falken, attac und unserem AWO Bundesverband, dem Bündnis Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle! angeschlossen, denn: "Wir können ein besseres und gerechtes Land für alle schaffen, die hier leben. In Deutschland gibt es so viel Reichtum wie nie zuvor, wir müssen ihn endlich vernünftig verteilen und gerecht einsetzen."

Macht mit und unterstützt uns!

14.12.2016 -  Antirassismus-Aktion!
Ein offenes Herz kennt keinen Rassismus.

Foto: © AWO Bundesverband

Ein offenes Herz kennt keinen Rassismus.

Auf der diesjährigen AWO-Bundeskonferenz stellten wir unsere Antirassismus-Aktion als Reaktion auf den von uns als Missbrauch wahrgenomenen Nutzen des AWO-Herzens durch die NPD vor. Wir wehren uns gegen diskriminierende, menschenfeindliche und antirassistische Hetze, denn:

"Ein offenes Herz kennt keinen Rassismus."

Ab sofort sind die Produkte zu der Aktion (Postkarte, Banner, Poster) in unserem Shop unter Kampagnenmaterial erhältlich: Shop

Wir freuen uns sehr auf eine weite Verbreitung der Aktion und eine gemeinsame Zusammenarbeit von Jugendwerk und AWO!

14.12.2016 -  AWO Bundeskonferenz - Solidarität für alle. Die AWO.

© AWO Bundesverband

Alle vier Jahre findet die Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt statt. Dieses Mal trafen sich ca. 700 Delegierte und Gäste vom 25. bis 27. November 2016 in Wolfsburg unter dem Motto: „Solidarität für alle. Die AWO.“


Als höchstes Beschlussorgan der AWO bestimmt die Bundeskonferenz über die weitere Ausrichtung und Grundlagen des Verbandes und somit unter anderem auch über Satzung und Statut.


Auch für das Jugendwerk war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, bei der wichtige Beschlüsse gefasst wurden und im Allgemeinem ein sehr positiver und vor allem bleibender Eindruck hinterlassen wurde. Auf dieser Grundlage kann die Verbandsarbeit und politische Arbeit des Jugendwerks, aber auch die Zusammenarbeit mit der AWO bedeutend fortgeführt und weiterentwickelt werden.
Im Folgenden ist ein zusammenfassender Bericht über die zentralen Ereignisse der Konferenz:

Weitere Informationen zur Bundeskonferenz sowie alle Anträge finden sich auf der folgenden Webseite


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27.06.2016 -  Racial Profiling muss abgeschafft werden!

"Die Praxis des ‚Racial Profiling‘ gehört abgeschafft, da es Menschen aufgrund ihres Aussehens und Auftretens diskriminiert. Das öffnet dem Rassismus Türen, die wir schnellstens wieder zuschlagen müssen", so Anna Pfeiffer, Vorsitzende des Bundesjugendwerks der AWO.

Unter ‚Racial Profiling’ (auch: ‚Ethnischem Profiling’) versteht man polizeiliche Maßnahmen, die auf phänotypischen, ethnischen und religiösen Merkmalen und/oder einer unterstellten nationalen Herkunft einer Person beruhen. Dazu gehören beispielsweise Personenkontrollen, Ermittlungen und Überwachungen. Dieses Vorgehen ist für das Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Ausdruck des institutionalisierten Rassismus in Deutschland, denn es stellt eine nicht hinnehmbare Diskriminierung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte sowie sämtlichen betroffenen Gästen dar. Auch Menschen aus unserem Verband machen vermehrt solche Erfahrungen. Wir kritisieren diese Praxis scharf und stellen fest, dass sie nicht mit dem Art.3 Abs. 3 des Grundgesetzes vereinbar ist. Deshalb muss sie abgeschafft werden.

Wir fordern die Bundespolitik auf: 1. Den § 22 Abs. 1a des Bundespolizeigesetzes abzuschaffen, da er verdachtsunabhängige Kontrollen erlaubt. 2. In den § 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes das ‚Racial Profiling’ als Diskriminierungstatbestand aufzunehmen. 3. Melde- und Beschwerdestrukturen für alle Menschen zu schaffen, deren Menschenrechte durch rassistische polizeiliche Eingriffe beschnitten werden. 4. Interkulturelles Training flächendeckend in die Aus- und Weiterbildung der Polizei aufzunehmen. Hierdurch würden Polizist*innen befähigt, ihre hoheitlichen Aufgaben reflektierter und ohne ‚Racial Profiling’ ausführen können.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte gab bereits 2013 zahlreiche entsprechende Empfehlungen an Gesetzgebung, Gerichte und Polizei.


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03.05.2016 -  Rücknahme der Vorbehaltserklärung der UN - Kinderrechtskonvention in Deutschland

Bereits seit September 1990 trat die UN - Kinderrechtskonvention in Kraft. Noch im darauf folgenden Jahr verpflichteten sich Regierungsvertreter der ganzen Welt zur Anerkennung der Konvention.


Die Kinderrechtsorganisation der UNO fasst die 54 Artikel in 10 Grundrechte zusammen:


1. das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht;

2. das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit;

3. das Recht auf Gesundheit;

4. das Recht auf Bildung und Ausbildung;

5. das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung;

6. das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;

7. das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens;

8. das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung;

9. das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause;

10. das Recht auf Betreuung bei Behinderung.


Außer die USA und Somalia haben alle Staaten diesen Grundkonsens über die Rechte von Kindern ratifiziert. Einige davon wiederum unter Vorbehalt. So bisher auch Deutschland. Mit der Ratifizierung der Konvention gab Deutschland 1992 eine Vorbehaltserklärung ab. Mit dieser Erklärung galt die Konvention nicht für alle Kinder und Jugendlichen. Punkt IV der Vorbehaltserklärung, welcher bis zuletzt noch Bestand hatte, beschnitt massiv die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Dies betraf insbesondere unbegleitete Flüchtlinge, welche eigentlich besondere Schutzbedürftigkeit bedürfen.


Nach nunmehr fast 20 Jahren entschied sich die Bundesregierung endlich zur Rücknahme der Vorbehaltserklärung. Das Jugendwerk der AWO begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung einen Schritt zu gehen Artikel 1 des Grundgesetzes zu achten und zu schützen. Wir hoffen, dass sie den Bedeutungsgehalt des Artikels weiter verstehen lernt.

14.04.2016 -  Aufstehen gegen Rassismus

Die AfD ist zu einer ernsthaften Gefahr geworden, für all jene, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen. Deine Stimme gegen rechte Hetze
Wir wollen dem ein Ende machen. Wir greifen ein, wenn Rassistinnen und Rassisten Menschen in unserer Mitte attackieren. Menschenverachtender Stimmungsmache gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime, Roma und Romnija, Sinti und Sintiza, Jüdinnen und Juden treten wir entgegen.


Wir wehren uns gegen Mordanschläge und Pogrome gegen Geflüchtete. Mit Aufforderungen wie zum Schusswaffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze wird die AfD zum Stichwortgeber für solche Übergriffe.


Wir sind viele. Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir stehen auf gegen den Rassismus von Pegida, AfD, NPD & Co. Wir erheben unsere Stimmen, um in die gesellschaftlichen Debatten einzugreifen, gegen rechten Populismus.


Wir wenden uns gegen Obergrenzen und Grenzschließungen, die Wasser auf den Mühlen der Rassistinnen und Rassisten wären. Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!


Für weitere Informationen gelangt ihr hier auf die Webseite des Bündnisses.

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