SOS for Human Rights

17.05.2011
SOS for Human Rights

Vor 5 Jahren wurde die Aktion "Hier Geblieben! Für das Bleiberecht von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien" gemeinsam von PRO ASYL, dem Flüchtlingsrat Berlin, der GEW Berlin und dem GRIPS Theater gestartet, um etwas gegen die gängige Abschiebepraxis der deutschen Bundesregierung zu unternehmen - mit Erfolg!

Es gründeten sich im GRIPS Theater die Jugendlichen ohne Grenzen. Eine Fülle von Protestaktionen, Appellen an die Innenministerkonferenzen und PolitikerInnen, Demonstrationen und Touren führten zu ersten positiven Beschlüssen der Innenministerkonferenz und des Bundestages zum Thema Bleiberecht und Kinderrechte. Doch leider sind diese nicht umfassend genug um die Missstände zu beseitigen.

Noch während das gleichnamige Stück "Hier geblieben!" vom GRIPS Theater bundesweit tourte und das Aktionsprogramm weiter wuchs entstand die Idee eine weitere Kampagne zu entwickeln: "SOS for Human Rights". Eine Kampagne, die sich für die Menschenrechte von Flüchtlingen an den Außengrenzen und innerhalb der Europäischen Union einsetzen würde. SOS for Human Rights ist die Antwort auf Verletzungen der Menschenrechte von Flüchtlingen, die an den Außengrenzen der EU verübt werden. Bei ihren Versuchen, über die Grenzen zu gelangen, kommen jährlich viele Menschen ums Leben.

"SOS for Human Rights" besteht aus drei Elementen, die eng miteinander verbunden sind:

Das Theaterstück:

Als Nachfolgeprojekt des GRIPS Stücks "Hier Geblieben!" von 2005 tourt das mobile Theaterstück SOS for Human Rights durch die Bundesrepublik: Drei jugendliche Flüchtlinge müssen aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen. Auf der langen und gefährlichen Reise nach Europa kreuzen sich ihre Wege... Das Theaterstück kann gebucht werden. Infos und Tourdaten findet ihr auf der Homepage der Kampagne.

Die Kampagne:

Ein zeitlich unlimitiertes Programm aus unterschiedlichen Veranstaltungen, dem Theaterstück, Workshops und Demonstrationen soll die lebensbedrohliche Situation der Flüchtlinge an den Außengrenzen sowie ihr hartes Leben innerhalb der Mitgliedsländer der EU ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen.

Der Appell:

Der Appell, verfasst von den Mitgliedern der bundesweiten Flüchtlingsinitiative "Jugendliche ohne Grenzen", ist das Herzstück der Kampagne: Bereits über 20 Organisationen aus ganz Deutschland unterstützen die darin formulierten Forderungen der jungen Flüchtlinge an die PolitikerInnen der Europäischen Union - so auch das Bundesjugendwerk. Hier könnt auch ihr den Appell unterschreiben!