Patriarchale Machtstrukturen müssen hinterfragt werden

30.01.2013

Sexismus geht gar nicht! Mit Erschrecken haben wir als Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AW0) die aktuelle Debatte um sexistische Äußerungen und Handlungen verfolgt.

Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem, das unserer Meinung nach vorrangig ein Problem der Männer ist, da diese sich größtenteils sexistisch verhalten. Frauen sind nicht schuld an ihrer Diskriminierung! Wir wollen allen Betroffenen unserer Solidarität versichern.

Als Jugendwerk der AWO wollen wir nicht nur die heteronormative Gesellschaftsordnung hinterfragen, sondern auch die patriarchalen Machtstrukturen!

"Es ist unerträglich im Alltag immer wieder Sexismus anzutreffen. Wir wollen Sexismus thematisieren und ihn demaskieren! Es geht nicht an, dass Männer die Schuld umkehren und Frauen zuschieben! Die aktuelle Debatte zeigt, wie wenig die Gesellschaft aus der sogenannten Frauenemanzipation gelernt hat! Sexismus sollte sich doch von selbst verbieten!" meint Sebastian Kunze, Vorsitzender des Bundesjugendwerks der AWO.

Wir als Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt haben schon auf verschiedenen Mitgliederkonferenzen sexistische Entgleisungen und Ignoranz seitens einiger Delegierter und Gästen angeprangert. Uns ist bewusst, dass - nur, weil wir Sexismus anprangern - wir selbst noch lange nicht davor gefeit sind, in ähnliche Muster zu verfallen. Die Gleichberechtigung der Geschlechter muss auch in den Jugendverbänden weiter gestärkt werden!

Abseits von Quoten-Debatten sollte ein Bewusstsein für die Vielschichtigkeit von Unterdrückungsmechanismen geschaffen werden. "Niemand in unserer Gesellschaft sollte auf Grund seines Geschlechtes bzw. seiner sexuellen Zugehörigkeit im 21. Jahrhundert benachteilig oder diskriminiert werden. Diskriminierung eines Geschlechts, häufig des weiblichen, ist ein für uns nicht hinnehmbarer Zustand. Die Überwindung geschlechtsstereotyper Diskriminierung wird unserer Auffassung nach nur durch gesellschaftliche Aufklärung erreicht werden. Diesen langen, steinigen Weg gilt es zu gehen", so Larissa Krümpfer, Vorsitzende des Bundesjugendwerks der AWO.