Frau Schröder bekämpft Gleichstellung!

07.03.2012
Frau Schröder bekämpft Gleichstellung!

Anlässlich des internationalen Frauentags erklärt das Bündnis "Änder Das!" (bestehend aus den 8 Jugendverbänden DGB-Jugend, BUND-Jugend, Jusos, GRÜNE JUGEND, Naturfreunde-Jugend, Alevitische Jugend, Jugendwerk der AWO und SJD - Die Falken):

Seit über 100 Jahren kämpfen Frauen für ihre Rechte. Noch immer müssen sie sich gegen Diskriminierungen wehren. So können viele Frauen ihre Lebensplanung und ihren Beruf nicht frei gestalten. Familienministerin Schröder bekämpft alle Bemühungen, die Situation von Frauen zu verbessern.

Frauen werden immer noch aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt. Das zeigt sich besonders deutlich bei den Karrierechancen, wie die erschreckend kleine Anzahl von Frauen in Vorständen von Unternehmen belegt. Anstatt endlich die Situation von Frauen zu verbessern und verbindliche Vorgaben zu machen, versucht Frau Schröder mit der Einführung einer sogenannten Flexiquote eine ernstzunehmende Regelung zu verhindern. Statt klarer Regeln dürfen Unternehmen bei der Flexiquote faktisch ihre Quote frei wählen. Armut ist immer noch weiblich. Gerade von gering bezahlter Beschäftigung sind vor allem Frauen betroffen. Gefördert wird diese Situation durch das Ehegattensplitting und diesogenannten Minijobs. So bleiben Frauen in sehr schlecht bezahlten Berufen und sind häufig durch die fehlenden Rentenbeiträge im Alter von Armut betroffen. Statt dem entgegenzuwirken und endlich einen angemessenen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, versucht Frau Schröder, das Modell des männlichen Alleinernährers zu erhalten, Rollenbilder zu betonieren und Frauen zu benachteiligen. Insbesondere durch das Vorhaben der Ministerin das Betreuungsgeld - die Herdprämie- einzuführen, wird jede Bemühung um Gleichstellung ad absurdum geführt. Anstatt die dringend gebrauchten KiTa-Plätze endlich auszubauen und Frauen eine Wahlmöglichkeit zu geben, führt Frau Schröder finanzielle Anreize ein, um die ungerechte Rollenverteilung bei der Familienarbeit fortzuführen.

Damit muss Schluss sein! Wir fordern die Regierung auf, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, echte Geschlechtergerechtigkeit voran zu treiben und nicht konservative Rollenbilder zu verfestigen.

siehe: www.aenderdas.de