Bundesjugendwerkskonferenz 2016 in Joachimsthal/ Brandenburg

12.05.2016
Bundesjugendwerkskonferenz 2016 in Joachimsthal/ Brandenburg

Unter großer Beteiligung aus dem gesamten Verband fand am vergangenen Wochenende in Joachimsthal/ Brandenburg die 21. Bundeskonferenz des Jugendwerks der AWO statt. Mit mehr als 30 Beschlüssen und einem neu gewählten Vorstand geht das Bundesjugendwerk der AWO e.V. in zwei arbeitsreiche Jahre. Anna Pfeiffer aus Essen und der Potsdamer Christoph Götz führen den achtköpfigen Vorstand nun als Doppelspitze an.

Ein wegweisender Beschluss betrifft die künftige Neuaufstellung des Bundesjugendwerks. Strukturen, Formate und Aufgaben des Bundesjugendwerks werden überprüft und angepasst. Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung des Jugendwerkes zu stärken, neue Mitglieder zu erreichen und den Bedürfnissen der regionalen Jugendwerke besser gerecht zu werden. Ein wichtiges Arbeitsfeld des Jugendwerks sind die Ferienfahrten, die einen guten Rahmen bieten, um junge Menschen mit den Werten des Verbandes vertraut zu machen. Die verbandseigenen Standards und ihre Qualitätssicherung fanden in den Beschlüssen daher besondere Brücksichtung. Weitere Beschlüsse wurden u.a. zu nachhaltiger Ernährung, der praktischen Umsetzung alternativer Wirtschaftsformen oder der medienpädagogischen Arbeit gefasst. Auch das Thema Gender soll weiterhin eine wichtige Rolle im Verband spielen. Überlegt werden kann zum Beispiel, wie insbesondere junge Frauen für mehr Verantwortungsübernahme im Bundesjugendwerk zu begeistern sind.

Ein Thema, das dem Verband besondere Sorge bereitet, spiegelte sich in einer Vielzahl von Beschlüssen zur Asylpolitik und dem Umgang mit der "Neuen Rechten" wieder. Diesen Themen widmete sich die Konferenz auch in einer Diskussion mit dem Titel "Schrei nach Liebe - Jugendverbände wider den Rechtsruck". Die Gäste Wilhelm Schmidt (Präsident des AWO Bundesverbandes), Tobias Köck (Deutscher Bundesjugendring) und Justus Moor (IDA e.V.) kamen mit Anna Pfeiffer vom Bundesjugendwerk ins Gespräch. Die Beteiligten waren sich einig, dass Jugendverbände und andere Akteure der Zivilgesellschaft - so auch die AWO - wichtige Motoren sind, eine Gesellschaft mitzugestalten, die von Toleranz und Solidarität geprägt ist. Für das Jugendwerk sei ein wichtiges Ziel, so Anna Pfeiffer, stärker herauszustellen, das bereits viel dazu in der alltäglichen Arbeit des Jugendwerks geleistet wird. Die Profilschärfung im Antirassismusbereich sei eine zentrale Aufgabe der nächsten zwei Jahre.